71. Bundesversammlung

Dokumentation

Das Protokoll der Bundesversammlung steht hier zum Herunterladen bereit. Die Dokumentation des Studienteils kann ebenfalls heruntergeladen werden. Die Dokumentation enthält die Ergebnisse der Kleingruppen. Es wurde in zwei Phasen gearbeitet. Beide Phasen sind entsprechend festgehalten. Die Ergebnisse können Anregung sein, ein Thema zu vertiefen. Die Bundesleitung hat den Studienteil ausgewertet und wird entsprechende Arbeitsgruppen einrichten, Arbeitshilfen erstellen oder Methoden im DPSG-Magazin veröffentlichen.


Der 4. Tag - Anträge

Am letzten Tag der Versammlung wurden alle Anträge beraten. Beschlossen wurden Thesen zur Mitbestimmung und ein Konzept zum Politischen Handeln. Die Jahresaktion 2009 wird vom Bundesfacharbeitskreis Behindertenarbeit ausgerichtet. Im Mittelpunkt steht, bundesweit viele Begegnungen zu schaffen. Der Facharbeitskreis wird mit einem gelben Mobil kreuz und quer durch Deutschland reisen, um Aktionen vor Ort zu unterstützen. Beschlossen wurde auch ein kirchenpolitisches Grundsatzpapier, mit dem die DPSG auf die Deutsche Bischofskonferenz zugehen wird. Weitere Anträge zur Ausbildung und zur Unterstützung der ostdeutschen Diözesen wurden beschlossen

Die Übersicht listet alle beschlossenen, abgelehnten, vertagten und zurückgezogenen Anträge auf. Im nächsten Magazin »mittendrin« wird ebenfalls über die Bundesversammlung berichtet.


Der 3. Tag - Wahlen

Ute Theisen bleibt Vorsitzende der DPSG. Sie wurde mit klarer Mehrheit gewählt. Sie wird ihre dritte Amtszeit aber auf ein Jahr begrenzen und zur Bundesversammlung im Jahr 2009 zurücktreten. Das kündigte sie bereits vor der Wahl an. Tobias Then als Kandidat für das Amt des Bundesvorsitzenden erhielt nur eine Stimme mehr als die notwendige Mehrheit.Er entschied, das Amt wegen der großen Ablehnung nicht anzutreten. Damit bleibt das Amt des Vorsitzenden unbesetzt. Die Versammlung entschied, Anfang Dezember eine Bundesversammlung einzuberufen. Bis dahin sollen neue Kandidaten für das Amt des Bundesvorsitzenden gefunden werden.
Am Nachmittag begann die Antragsdebatte. Zunächst wurden die Anträge zur Satzungänderung aufgerufen. Ergänzt werden in der Satzung Passagen zur Gemeinnützigkeit. Künftig werden alle Stämme, Bezirke und Diözesen im Anhang zur Satzung aufgelistet. Außerdem ergänzt die DPSG in ihrer Satzung, was im Falle einer Auflösung der DPSG mit dem Vermögen des Verbandes geschieht - es geht zu gleichen Teilen an den BDKJ und den rdp e.V.

Am Abend feierten die Delegierten Gottesdienst. Anschließend wurde Tobias Miltenberger als Bundesvorsitzender verabschiedet. Seine Amtszeit endet am Sonntag, dem letzten Tag der Versammlung.


Der 2. Tag - Studienteil

Am zweiten Tag der Bundesversammlung beschäftigten sich die Delegierten mit dem demografischen Wandel. Unter dem Titel »DPSG für alle« wurden die Auswirkungen einer älter werdenden Gesellschaft auf die DPSG diskutiert. Markus Etscheid vom BDKJ stellte die aktuelle Sinus-Milieustudie U27 »Wie ticken Jugendliche« vor. Auch deren Erkenntnisse waren Grundlage für die Beratungen. In kleinen Gruppen entstanden viele konkrete Idee, etwa wie Kinder und Jugendliche besser an der Verbandsarbeit der DPSG teilhaben können. Deutlich wurde bei den Ideen auch, dass sich die DPSG für die Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen an der Gesellschaft weiter engagiert einsetzen will, zum Beispiel in der Kirche oder im Bereich Bildung. Entwickelt werden Projekte, wie ältere Menschen und ehemalige Pfadfinderinnen und Pfadfinder eingebunden werden können. Die Ergebnisse werden in den nächsten Tagen aufbereitet und zur Verfügung gestellt.

Als Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) besuchte Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyer die Bundesversammlung. Er ist innerhalb der Jugendkommission der DBK für die DPSG zuständig. Weihbischof Neymeyer lobte das Engagement und bescheinigte der DPSG,dass sie gute Arbeit mache und heute schon ein attraktives Angebot für Kinder und Jugendliche aller sozialen Schichten biete.


Der 1. Tag - Berichte

Die 71. Bundesversammlung begann am 1. Mai auf Burg Feuerstein im Diözesanverband Bamberg. Im Mittelpunkt des ersten Tages stand der Bericht der Bundesleitung. Stufen und Fachbereiche legten ebenso wie der Bundesvorstand Rechenschaft über die Arbeit des vergangenen Jahres ab. Die Delegierten fragten vor allem im Bereich der Internationalen Arbeit nach dem Stand in der WOSM-Krise. Der Auslandsbeauftragt Dr. Siegfried Riediger schilderte noch einmal kurz den Ablauf der Krise, schaute aber vor allem nach Vorne. Auf der anstehenden Weltkonferenz wird der Weltverband beraten müssen, wie er künftig arbeiten will. Die Deutschen Verbände, darunter die DPSG, werden engagiert daran mitwirken, dass mehr Demokratie und Transparenz bei den Entscheidungen Einzug hält. »Wir haben inzwischen Einfluss gewonnen«, sagte der Auslandsbeauftragte. Die deutschen Pfadfinder in Europa seien zusammen der zweitgrößte Verband hinter den Briten. Weltweit stehe der RdP an 10. Stelle, bezogen auf die Mitgliederzahlen, bei denen die DPSG mit 95.000 Mitgliedern mehr als die Hälfte einbringt.

Die AG Ausbildung stellte die Auswertung einer Evaluation der Modulausbildung vor und unterbreitete Vorschläge, was verändert werden müsse. Über die konkreten Änderungen wird die Versammlung am Samstag (3. Tag) beraten. Im Berichtsteil des Bundesvorstandes legte Tobias Miltenberger seine Gründe für den Rücktritt zur aktuellen Bundesversammlung dar. Er machte deutlich, dass ihm der Schritt nicht leicht gefallen sei. Die Bundesvorsitzende Ute Theisen und Bundeskurat Guido Hügen OSB forderten von der Versammlung eine Stellungnahme zum künftigen Weg. Der Rücktritt von Tobias Miltenberger habe die Frage wichtig werden lassen, welche strukturellen Änderungen die Belastung im Bundesvorstand mindern könnten. Die Versammlung sprach sich dafür aus, den eingeschlagenen Weg einer sanften Umstrukturierung weiter zu gehen. Der Weg sieht vor, die Zahl der Gremien und Ausschüsse zu reduzieren und stärker Synergien zu nutzen.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit legte der Bundesamt St. Georg e.V. seinen Bericht ab. Nachdem die Öffentlichkeit wieder hergestellt war, wurde der Bundesvorstand entlastet.