DPSG-News

Kinder schützen - aber ohne Führungszeugnisse

15.07.2010

Die Stärkung von Kindern und Jugendlichen ist eine der ureigensten Aufgaben des Pfadfindens. Dazu zählt auch der Schutz vor Übergriffen (sexueller) Gewalt. Führungszeugnisse für Ehrenamtliche aber sind nicht der richtige Weg, so der DPSG-Bundesvorstand.

DPSG-Arbeitshilfe Die Argumentationshilfe des BDKJ für Gruppenleiterinnen und -leiter (zum Download)

Wie Kinder am besten schützen?

Fälle solcher Gewalt in Schulen und kirchlichen Einrichtungen haben zuletzt zu einer Diskussion geführt, wie Kinder und Jugendliche vor sexuellen Übergriffen auch gesetzlich geschützt werden können. "Dafür haben wir in der DPSG viele gute Möglichkeiten und Wege - verpflichtende Führungszeugnisse für ehrenamtliche Leiterinnen und Leiter, wie sie von Politikerinnen und Politikern gefordert werden, zählen jedoch nicht dazu" so Manuel Rottmann, DPSG-Bundesvorsitzender.

Wichtig:eine gute Ausbildung der Leiter/innen

Der Bundesvorstand hat sich bereits im Mai dazu positioniert und hält auch weiterhin an seiner Überzeugung fest. Dazu Manuel Rottmann: „Wir stehen für eine Präventionsarbeit, die durch eine gute Ausbildung von Leiterinnen und Leitern, die Stärkung von Kindern und Jugendlichen sowie eine fortlaufende Sensibilisierung für das Thema, im Verband nachhaltig wirkt.“

Gute Argumente

Angesichts der nun beginnenden Sommerlager, hat einer unserer Dachverbände, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), eine Argumentationshilfe für Leiterinnen und Leiter herausgebracht, wenn sie auf Führungszeugnisse angesprochen werden.

3 Argumente

Die Hilfestellung des BDKJ verfolgt drei Argumentationsstränge: Noch besteht eine solche Verpflichtung für Ehrenamtliche nicht, Führungszeugnisse sind kein geeignetes Mittel zum Schutz und die Arbeit der katholischen Jugendverbände ist hat bessere Wege der Präventionsarbeit. Hier findet ihr die vollständige vierseitige Argumentationshilfe.