Was können wir als Leiterinnen und Leiter tun?

Kinder stark machen

Wölflinge im Hochseilgarten Foto: Christian Schnaubelt

Als Leiterinnen und Leiter können wir einiges dazu beitragen, unsere Gruppenkinder zu stärken. Viele Elemente unserer Pfadfinderpädagogik können sich positiv auf die Fähigkeit zur Resilienz (Erklärung s. unten) auswirken. Bei uns lernen Kinder und Jugendliche, Verantwortung zu übernehmen und ihre Meinung zu äußern. Sie lernen, dass ihr eigenes Handeln Folgen hat und dass sie etwas bewirken können. Diese Erfahrung der Selbstwirksamkeit ist ein wichtiger Baustein in der Entwicklung der Resilienz.

Roverin und Rover Foto: Mihael Petrovic

Mut, Freundschaft und Abenteuer

Wenn Kinder und Jugendliche bei einem Projekt ermutig werden, für ihre eigenen Ideen einzustehen, stärkt dies das Selbstvertrauen der Kinder. In der Gruppe erweitern sie ihre Sozialkompetenzen und bauen Freundschaften auf. Ihre Leiterinnen und Leiter sind idealerweise zusätzliche stabile Bezugspersonen, die sie bei Schwierigkeiten ansprechen können. Auf einem Hike können Kinder und Jugendliche lernen, echte Herausforderungen zu meistern.

Vorbildfunktion

Leiterinnen und Leiter sind immer auch Vorbilder. Sie sollten vorleben, dass Hindernisse durch eine lösungsorientierte Herangehensweise überwunden werden können. So kann die Mitgliedschaft in der DPSG ein schützender Faktor für Kinder und Jugendliche sein.

Was ist Resilienz?

Resilienz ist die Fähigkeit eine belastende Lebenssituation wie zum Beispiel der Tod eines Elternteils, Armut, Vernachlässigung oder psychische Erkrankungen der Eltern erfolgreich zu bewältigen. Mehr zur Resilienz erfahrt ihr in dem Artikel „Stark werden für schwierige Zeiten“, erschienen in der mittendrin 04|2011 S. 64-65.

Zum Weiterlesen

  • Corinna Wustmann (2005): Das Konzept der Resilienz und seine Bedeutung für das pädagogische Handeln. In: Irina Bohn (Hrsg.): Dokumentation der Fachtagung Resilienz. Was Kinder aus armen Familien stark macht am 13. September 2005 in Frankfurt am Main.
  • Emmely E. Werner und Ruth S. Smith (1992): Overcoming the odds. High Risk Children from Birth to Adulthood, New York.
  • Ursula Nuber (2005): Resilienz. Immun gegen das Schicksal? In: Psychologie Heute, Ausgabe 9/2005.