Nationaler Aktionsplan (NAP)
Kindergerechtigkeit in Deutschland
Detlef Raabe, Vorsitzender des DBJR, übergibt die Forderungen der Wölflinge an die damalige Bundesjugendministerin Ursula von der Leyen.
Foto: DPSG/DBJR
In den Jahren 2005 bis 2010 sind viele Projekte umgesetzt und Weichen gestellt worden,um das Thema Kindergerechtigkeit in Deutschland bekannter zu machen. Mit dem "Nationalen Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland" hat die Bundesregierung einen Aktionsplan vorgelegt, in dessen Rahmen Vereine, Verbände aus dem zivilgesellschaftlichen Leben aber auch die Politik Anstrengungen unternehmen konnten, sich für Kinder- und Jugendliche einzusetzen.
DPSG beteiligt sich
Die DPSG beteiligte sich aktiv mit ihrer Arbeit am Aktionsplan. So hat der Deutsche Bundesjugendring (DBJR), in dem die DPSG Mitglied ist, ein Projekt zu mehr Beteiligung ins Leben gerufen. Außerdem übergab das Bundeslager MEUTErei 2008 der Wölflingsstufe die Ergebnisse und Forderungen an die damalige Bundesjugendministerin Ursula von der Leyen.
Die Homepage zur Kampagne:
www.kinderrechte-ins-grundgesetz.de
Kinderrechte ins Grundgesetz
Die DPSG unterstützt außerdem die Kampagne "Kinderrechte ins Grundgesetz". Über 100 Vereine, Verbände und Institutionen fordern die konkrete Aufnahme der Kinderrechte in die Verfassung. Bundestag und Bundesrat sollen hierbei den vielen Landesverfassungen folgen, in denen bereits die Kinderrechte explizite Erwähnung finden.
Abschluss des Aktionsplanes
Im Dezember 2010 lief nun die Projektphase des "Nationalen Aktionsplanes für ein kindergerechtes Deutschland" aus. Hier kannst du dir den Abschlussbericht mit den Ergebnisse runterladen.
Verantworten gegenüber der UN
Wölflinge sagen ihre Meinung und bestimmen mit.
(Bundesunternehmen "Meuterei" 2008)
Foto: DPSG/Michael Scholl
Aber nur durch Vorlage des Abschlussberichtes ist es nicht mit dem Thema Kindergerechtigkeit getan. Denn mehr Beteiligung von Kindern, Gewalt, schlechtes Aufwachsen von Kindern, eklatante Bildungsunterschiede oder Benachteiligung durch Behinderung bleiben leider weiter aktuell.
Hier gilt es für die Zivilgesellschaft wie Einzelpersonen oder Verbände wie die DPSG aber auch für die Politik, sich weiter anzustrengen. Denn alle fünf Jahre muss die Bundesregierung den Vereinten Nationen berichten, was sie gemacht hat, damit Deutschland kindergerechter wird.
Pfadfinderinnen und Pfadfinder erstellen politische Forderungen für mehr Integration.
(Bundesunternehmen "Wir haben Grün!" 2010)
Foto: DPSG/Ralf Adloff
Kinder- und Jugendreport
Alle Länder, die die sogenannte UN-Kinderrechtskonvention unterzeichnet haben, also auch Deutschland, müssen den Vereinten Nationen sogenannte Staatenberichte vorlegen. Dies hat Deutschland das letzte Mal 2010 gemacht. Ergänzt wurde dieser Bericht um einen Kinder- und Jugendreport. In ihm steht, was Kinder und Jugendliche selbst fordern. Sie beschreiben, wie es aus ihrer Sicht um sie bestellt ist. Denn der Kinder- und Jugendreport wurde von Kindern und Jugendlichen geschrieben. An ihm haben auch Mitglieder der DPSG mitgewirkt. Hier kannst du den Kinder- und Jugendreport runterladen und lesen.
Forderungen an die Bundesregierung
Nach Durchsicht des Staatenberichtes und des Reports erhält die Bundesregierung ganz konkrete Forderungen der Vereinten Nationen mit dem Hinweis, mögliche Mängel zu beseitigen. Dies kann zum Beispiel der Hinweis sein, dass Kinder mit Behinderung deutlich bessere Chancen haben müssen, am Regelschulwesen teilhaben zu können.
Infos und Kontakt
Wer weitere Informationen zum Thema Kinder- und Jugendgerechtigkeit haben möchte, kann sich im DPSG-Bundesamt bei Jörg Duda melden.


