Fairer Handel
Familie Choque ist Mitglied der Kooperative El Ceibo in Bolivien, von der der Kakao der Jahresaktionsschokolade zum Teil stammt. Foto: TransFair e. V.
Gretis Familie lebt vom Kaffeeanbau und verkauft über das System des fairen Handels. Foto: TransFair e. V.
Kaffeekirschen, frisch vom Strauch.
Die Kooperative Ampàrampi Artesanías in Bolivien fertigt unsere Fingerpuppen. Foto: Ampàrampi Artesanías

Grundlagen des Fairen Handels

Ziel des Fairen Handels ist es, ein gerechteres Welthandelssystem zu schaffen und den Produzenten in Entwicklungsländern eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. So soll für möglichst viele Menschen ein Weg aus der Armut gefunden werden. Das Ziel wird vor allem durch feste Mindestpreise und Prämien sowie durch langfristige Handelsbeziehungen zu gleich bleibend fairen Konditionen erreicht. Aber auch Umweltaspekte spielen eine Rolle und es werden zusätzliche Aufschläge für biologisch angebaute Produkte bezahlt. Den Mehrerlös durch den Fairen Handel investieren die in Genossenschaften organisierten Produzenten in soziale Projekte wie etwa den Bau von Schulen oder die medizinische Versorgung. Wie bei den Pfadfindern wird hier darauf geachtet, dass alle mit entscheiden können, was im Einzelnen realisiert wird.

Fairer Handel und Kinderrechte

Ein wichtiges Kriterium im Fairen Handel ist der Ausschluss illegaler Kinderarbeit. Kinder dürfen nur im begrenzten Rahmen und erst ab einem bestimmten Alter in der Landwirtschaft der Familie helfen. Das auch nur, wenn die Kinder weiterhin Zeit für die Schule, die Hausaufgaben und zum Spielen haben. Aber nicht nur das Verbot von illegaler Kinderarbeit hilft, die Kinderrechte umzusetzen. Durch den fairen Lohn haben die Produzentenfamilien die Möglichkeit, ihre Kinder in die Schule zu schicken und gut zu ernähren. Schulbildung ist dabei essentiell damit die Kinder eine Chance haben, einen guten Beruf zu finden und auf eigenen Beinen zu stehen. Auch besteht oft in Gemeinschaftseinrichtungen eine medizinische Versorgung. All diese Schritte sind wichtige Beiträge zur Umsetzung der Kinderrechte.

Die DPSG und der Faire Handel

Jeder einzelne von uns kann durch den Kauf von fair gehandelten Produkten dazu Beitragen, dass die weltweite Armut bekämpft wird und dass Kinderrechte umgesetzt werden. Die DPSG gemeinsam mit weiteren konfessionellen Jugendverbänden hat dabei eine wichtige Rolle gespielt, in Deutschland ein System des Fairen Handels zu etablieren. Unser Dachverband, der BDKJ, hat vor 35 Jahren den heute größten Importeur für fair gehandelte Produkte in Europa mitgegründet: GEPA. Um die Verbreitung von fair gehandelten Produkten weiter voranzutreiben, hat die DPSG 1992 gemeinsam mit weiteren Jugendverbänden und anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren TransFair ins Leben gerufen. Das ist der Verein, der in Deutschland das bekannte Fairtrade-Siegel vergibt. Er stellt eine unabhängige Kontrolle der Kriterien des Fairen Handels sicher. An dem Siegel kann jeder fair gehandelte Produkte einfach erkennen, egal ob im Weltladen, im Supermarkt oder beim Discounter. Auch heute noch engagiert sich die DPSG bei TransFair und ist so an der Weiterentwicklung des Fairen Handels beteiligt.

40 Jahre Fairer Handel - Neues Video des BDKJ.

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Das internationale Fairtrade-Siegel.

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