Leben ist mehr - Unser Projekt im Kongo

Mit den Spenden der Jahresaktion 2009 möchten wir das Zusammenleben von seelisch behinderten und nicht behinderten Kindern und Jugendlichen in Zentralafrika leichter und schöner machen.

Anpassen des Projektes

Hierzu entschloss sich die Bundesversammlung 2008 ein Projekt der Ordensgemeinschaft der Pallottiner in der Demokratischen Republik Kongo zu unterstützen. Leider ist den Pallottinern vor Ort aufgrund der Ende 2008 aufgeflammten Kriegssituation nun nicht mehr möglich, dieses Projekt umzusetzen. Daher beschloss die Bundesversammlung zusammen mit dem Bundesarbeitskreis Behindertenarbeit die Änderung des Projektpartners. Im Mittelpunkt steht jetzt ein Projekt der Vereinigung der Ordensoberinnen in der Region Kivu in der Demokratischen Republik Kongo. Der Inhalt des Projektes hat sich nicht geändert.

Krieg traumatisiert Kinder

Durch die Folgen des Bürgerkrieges sind dort viele Kinder und Jugendliche besonders auffällig in ihrem Verhalten. Manche sind sehr traurig, andere sind aggressiv und wieder andere leben in ihrer eigenen inneren Welt. Viele haben eine „seelische Behinderung“. Sie kommen nicht klar mit den Leuten in ihrem Umfeld und die Leute um sie herum nicht mit ihnen. Sie werden oft missverstanden, weil sie einfach anders sind.

Ausbildung der Betreuerinnen und Betreuer

Viele dieser behinderten Kinder und Jugendlichen wohnen in Heimen oder einer Art großen Wohngemeinschaften mit einem Betreuer und Betreuerinnen zusammen. Sie sollen lernen, mit den betroffenen Kindern besser klar zu kommen. Die Betreuenden sollen verstehen lernen, warum die Kinder und Jugendlichen sich manchmal seltsam verhalten. Und sie sollen ihnen helfen können, mit den Leuten um sie herum besser klar zu kommen. Dazu müssen die Betreuenden eine ganz spezielle Ausbildung bekommen, die die Vereinigung der Ordensoberinnen in Absprache mit dem Bundesarbeitskreis Behindertenarbeit und Zusammenarbeit mit Missio organisiert und durchführt. Erstmal müssen die Betreuer wissen, dass es solche Ausbildungen gibt. Dazu muss man Prospekte drucken und verschicken. Lehrer müssen bezahlt werden, die die Ausbildung durchführen. Räume müssen gemietet und Schulmaterial muss gekauft werden. Manche Leute haben kein Geld, um die Fahrt zur Schule selber zu bezahlen.

Und so ist jeder Euro Spende ein weiterer Schritt, damit seelisch behinderte Kinder und Jugendliche in Zentralafrika spüren: Leben ist mehr als missverstanden werden und nicht dazu zu gehören.

Spendenübergabe an missio

Für das Projekt in der Demokratischen Republik Kongo wurden am 7. Juni 2010 insgesamt 13.111 Euro an missio übergeben. Da immer noch Geld von Mitgliedern und Stämmen, Bezirken sowie Diözesen für die Jahresaktion 2009 auf das Spendenkonto eingeht, wird dieses kontinuierlich an missio weiter überwiesen.